Mein Projekt: Geld für Regenwaldschutz auftreiben

von ines E-Mail

Motto: 50 Cents kann jeder! Wie viel kannst du?

Übers Wochenende habe ich von der NGO Arbofilia aus Costa Rica einen Hilferuf erhalten! Ein wichtiges Stück Wald in einem Korridor zwischen dem Bergregenwald und dem Küstenregenwald steht zum Verkauf. Der Besitzer will es an einen Kaffeeproduzenten verkaufen, der den Wald für eine Plantage abholzen wird.

Erosionsgefährdete Kaffee-Plantage oder Wald?! Es bleiben nur wenige Tage, um Arbofilia zu helfen, die 16.000 Euro für den Kauf der 8 Hektar zu mobilisieren: Stichtag ist der 15. November. Dann will der Verkäufer das Geld auf dem Tisch haben - wenn nicht von uns, dann eben vom Kaffeeproduzenten.

Arbofilia kauft Schlüsselgebiete, um die dort vorhandenen Stücke Primärregenwald zu retten, forstet dazwischenliegende zerstörte Gebiete mit regionalen, oft bedrohten Arten wieder auf und entwickelt so über Jahre einen neuen Wald, der möglichst naturnah ist.

Die letzten Regenwälder dieser Erde werden auch die Lunge dieser Erde genannt, ohne sie gibt es noch mehr Umweltkatastrophen und allmählich hat dies auch Auswirkungen auf unser Leben in Deutschland. Die Tropen scheinen unendlich weit weg und doch hat unser Konsum Auswirkungen auf sie, so sind wir ihnen nah auf negative Weise - helft uns dass die Tropen uns nah sind auf positive Weise.

Ich war selbst vor Ort und habe gesehen, dass Arbofilia unter schwierigen Umständen super Arbeit leistet. Schaut euch einfach die Fotos an um zu sehen, wie wenig Primärwald noch vorhanden ist und wie nötig die Arbeit ist.

1 Kommentar

Kommentar von: Inge [Besucher]
IngeWas wird aus den Menschen, die in diesen Kaffeeplantagen arbeiten wollen? Gibt es andere Plätze für Kaffee oder besser, gibt es eine andere Arbeit, z.B. im Regenwaldprojekt? Inge

Antwort: Die Arbeitsbedingungen dort sind nicht wirklich gut ... die Bezahlung ist schlecht und es ist ziemlich steil und gefährlich. In dem Fall fragt man besser nicht nach verhinderten Arbeitsplätzen ... zumal die Region relativ dünn besiedelt ist, und die Tagelöhner von ausserhalb kommen.

Ein Aspekt des Projektes ist es tatsächlich, Einkommensmöglichkeiten für die ansässigen Bauern zu schaffen. Mehrere Familien ziehen jetzt schon Bäumchen, die ihnen dann abgekauft werden oder arbeiten gelegentlich gegen Bezahlung im Projekt mit. Das soll in Zukunft weiter ausgebaut werden durch neue Aktivitäten, wie Touristen verpflegen oder Früchte ernten.
16.11.09 @ 19:00